Von der Geschäftsstelle des Deutschen Braumeister- und Malzmeister-
Bundes in Dortmund am 26.04.00 genehmigter Entwurf.

Satzung der Landesgruppe Hessen
im Deutschen Braumeister- und Malzmeister-Bund
(Technisch-wissenschaftliche Vereinigung) e. V.

§ 1 Name und Sitz der Landesgruppe

Die Landesgruppe Hessen ist eine der 16 Landesgruppen des Deutschen Braumeister- und Malzmeister-Bundes und gebietsmäßig zuständig für das Bundesland Hessen. Sie führt die Bezeichnung

Deutscher Braumeister- und Malzmeister-Bund
(Technisch-wissenschaftliche Vereinigung) e. V.
Landesgruppe Hessen

Der Sitz der Landesgruppe ist der Wohnort des Vorsitzenden.

§ 2 Aufgaben und Ziele der Landesgruppe

  1. Wahrung allgemeiner Berufsinteressen der Mitglieder.
  2. Ausbildung und Förderung des beruflichen Nachwuchses. Mitgestaltung der Rahmenbedingungen für die Berufsausbildung.
  3. Pflege des Meinungsaustausches und der Kollegialität.
  4. Organisation von Veranstaltungen, die der Fortbildung und dem fachwissenschaftlichen Austausch dienen. Hierbei stehen Betriebsbesichtigungen und praxisbezogene Vorträge im Vordergrund.
  5. Förderung der Zusammenarbeit mit den Hoch- und Fachhochschulen, Fachschulen, Berufs- und Fachverbänden sowie Behörden.
  6. Hilfe und Unterstützung in beruflichen Fragen sowie bei der Suche eines Arbeitsplatzes in Zusammenarbeit mit der Geschäftsstelle des DBMB in Dortmund.

§ 3 Mitgliedschaft

Mitglieder der Landesgruppe sind:

  1. Ordentliche Mitglieder
  2. Ehrenmitglieder
  3. Fördernde Mitglieder
  1. Ordentliche Mitglieder

    Ordentliche Mitglieder können werden:

    1. Absolventen der brau-, getränke- und lebensmitteltechnischen Studiengänge der Fachbereiche der Technischen Universitäten, Fachhochschulen und Fachschulen.
    2. Absolventen von Brauereifachschulen und Absolventen anderer Bildungseinrichtungen mit gleichwertigem Prüfungsabschluss.
    3. Technische Führungskräfte der Brau-, Malz- und Getränkeindustrie.

    Der Antrag auf ordentliche Mitgliedschaft ist schriftlich beim Vorstand der Landesgruppe zu stellen. Dieser entscheidet über die Aufnahme mit Mehrheit und kann hierbei zwei Empfehlungen durch Mitglieder der Landesgruppe einholen.

    Die Mitgliedschaft in der Landesgruppe ist gekoppelt an die des Bundes. Einzelheiten über die Aufnahme in den Deutschen Braumeister- und Malzmeister-Bund regelt der Paragraph 4 der Bundessatzung.

  2. Ehrenmitglieder

    Persönlichkeiten, die sich besondere Verdienste um die Landesgruppe oder das Gewerbe erworben haben, können zu Ehrenmitgliedern ernannt werden. Vorschläge hierzu können nur ordentliche Mitglieder der Landesgruppe machen. Die Verleihung der Ehrenmitgliedschaft beschließt der Vorstand der Landesgruppe mit Mehrheit. Ein Vorsitzender, der zum Ehrenmitglied ernannt wird, erhält die Bezeichnung Ehrenvorsitzender. Hierzu ist Einstimmigkeit des Vorstandes erforderlich. Der Vorstand der Landesgruppe kann Vorschläge dem Bundesvorstand für eine Ernennung zum Ehrenmitglied des Bundes machen.

  3. Fördernde Mitglieder

    Firmen, Verbände sowie Einzelpersonen können Fördermitglied in der Landesgruppe werden. Über die Aufnahme und die Mindesthöhe des zu leistenden jährlichen Beitrags entscheidet der Vorstand der Landesgruppe mit Mehrheit.

§ 4 Pflichten der Mitglieder

  1. Der Jahresbeitrag ist zu Beginn eines jeden Jahres zu entrichten. Die Höhe des Beitrages setzt die Hauptversammlung durch Mehrheitsbeschluss fest. Beendet ein Mitglied aus Altersgründen das Arbeitsverhältnis, so entfällt der Mitgliedsbeitrag.
  2. Der Jahresbeitrag für fördernde Mitglieder wird bei deren Aufnahme im Einvernehmen mit dem Vorstand festgelegt; er beträgt derzeit mindestens 50,- €.
  3. Ehrenmitglieder sind beitragsfrei.
  4. Den obligatorischen Beitrag für den Bund regelt der Paragraph 5 der Bundessatzung.
  5. Stellenwechsel und Änderung der Anschrift und Konten sind baldigst dem Schriftführer der Landesgruppe und der Geschäftsstelle des DBMB in Dortmund mitzuteilen. Kosten durch Beitragsmahnungen sind voll zu erstatten.
  6. Alle Mitglieder sind sich bewusst, daß sie die für ihre Arbeit gültigen Gesetze streng beachten müssen. Die Mitglieder sind gegen einen Alkoholmissbrauch und setzen sich für die Darstellung der positiven Eigenschaften des Bieres bei der Bevölkerung ein.

Der Jahresbeitrag ist zu Beginn eines jeden Jahres zu entrichten. Die Höhe des Beitrages setzt die Hauptversammlung durch Mehrheitsbeschluss fest. Beendet ein Mitglied aus Altersgründen das Arbeitsverhältnis, so entfällt der Mitgliedsbeitrag.

Nach Vollendung des 75. Lebensjahres sind ordentliche Mitglieder von der Beitragszahlung befreit.

Fördernde Mitglieder zahlen einen Förderbeitrag. Für die Höhe dieses Beitrages werden vom Bundesvorstand Richtsätze herausgegeben.

Ehrenmitglieder sind vom Beitrag befreit.

Adressen- und Kontenänderungen sind der Geschäftsstelle umgehend mitzuteilen.

Kosten durch Beitragsmahnungen sind voll zu erstatten.

§ 5 Rechte der Mitglieder

  1. Ordentliche Mitglieder haben

    • Anrecht auf Teilnahme an den Veranstaltungen,
    • Stimmrecht in der Hauptversammlung,
    • das Recht zur Antragstellung und zu Vorschlägen an den Vorstand,
    • Anspruch auf beratende Unterstützung in allen beruflichen Angelegenheiten durch den Vorstand.
  2. Fördermitglieder

    • haben das Recht auf Teilnahme an allen Veranstaltungen,
    • haben kein Stimmrecht bei der Hauptversammlung, können jedoch jederzeit Vorschläge dem Vorstand unterbreiten.

§ 6 Verwendung der Einnahmen

Die Einnahmen der Landesgruppe sind für deren satzungsgemäßen Aufgaben bestimmt. Das sind in erster Linie Ausgaben für Vortragshonorare, Präsente und die Organisation und Durchführung von Studienfahrten sowie Unterstützungen an bedürftige Mitglieder, die sich an Studienfahrten der Landesgruppe beteiligen wollen, sofern diese Fahrten nicht von der Landesgruppe getragen werden. Ein entsprechender Antrag ist beim Vorstand schriftlich zu stellen.

Unverschuldet in Not geratene Mitglieder können eine Unterstützung aus dem Sozialfonds erhalten. Es wird diesbezüglich auf den Paragraphen 7 der Bundessatzung verwiesen.

§ 7 Beendigung der Mitgliedschaft

Außer durch Tod erlischt die Mitgliedschaft:

  1. durch Austritt

    Der Austritt ist schriftlich zu erklären. Die Erklärung ist beim Vorstand und bei der Geschäftsstelle des DBMB in Dortmund einzureichen. Der Austritt ist nur zum 31.12. des laufenden Jahres möglich. Der Jahresmitgliedsbeitrag und eventuelle Rückstände gegenüber dem Bund und der Landesgruppe sind voll zu entrichten. Letzteres gilt auch im Todesfall.

  2. durch Ausschluss

    Dieser ist möglich, wenn das Mitglied

    • der Verpflichtung zur Zahlung des Beitrages in zwei aufeinanderfolgenden Jahren nicht nachgekommen ist,
    • bei der Aufnahme wissentlich falsche Angaben gemacht hat,
    • gegen das Ansehen der Landesgruppe oder des Bundes und gegen wesentliche Verpflichtungen aus der Mitgliedschaft verstoßen hat,
    • die bürgerlichen Ehrenrechte verloren hat.

    Über den Ausschluss entscheidet der Vorstand mit Einstimmigkeit. Vor dem Ausschluss ist dem Mitglied die Möglichkeit zur Rechtfertigung zu geben.

Bei Beendigung der Mitgliedschaft durch Austritt oder Ausschluss entfallen alle Ansprüche an den Bund, die Landesgruppe und die Sterbekasse. Im Todesfall gelten die hierfür zutreffenden Paragraphen der Satzung der Sterbekasse.

§ 8 Gliederung der Landesgruppe

Die Landesgruppe gliedert sich in:

  • Präsidium
  • Vorstand
  • Beirat
  • Hauptversammlung.

§ 9 Vorstand

Der Vorstand setzt sich zusammen aus:

  • 1. Vorsitzenden
  • 2. Vorsitzenden
  • Schatzmeister
  • Schriftführer.

Der Vorstand wird alle zwei Jahre in der ordentlichen Hauptversammlung mit einfacher Stimmenmehrheit der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder gewählt. Die Wahl erfolgt auf Zuruf bzw. durch Handzeichen oder mit Stimmzettel. Stimmenthaltungen zählen nicht. Vorstandsmitglieder sind wieder wählbar. Mit der Wahl in den Vorstand erfolgt keine Wahl in den Beirat. Eine Beiratsmitgliedschaft erlischt bei der Wahl in den Vorstand.

Der Vorstand tritt auf Einladung des Vorsitzenden oder eines vom Vorsitzenden beauftragten Mitglieds, sooft es der Geschäftsgang erfordert, zusammen.

Dem Vorstand obliegt die Durchführung dieser Satzung und die Überwachung der jährlichen Prüfung der Finanzbücher und der Kasse durch die Kassenprüfer. Der Vorstand ist ermächtigt, gesetzlich erforderliche Änderungen der Satzung vorzunehmen.

Bei Pattsituationen entscheidet die Stimme des Vorsitzenden.

Der Vorstand bestimmt den Ort und die Zeit der durchzuführenden Tagungen und Hauptversammlungen der Landesgruppe. Über jede seiner Sitzung ist ein Protokoll zu führen, das vom Vorsitzenden und einem weiteren Vorstandsmitglied zu unterzeichnen ist. Die Protokolle sind vom Vorstand aufzubewahren.

Die Mitglieder des Vorstandes sind ehrenamtlich tätig. Sie haben jedoch Anspruch auf die Erstattung von Kosten, die ihnen durch die Teilnahme an Sitzungen des Bundesvorstandes und durch andere mit ihrem Amt verbundene Aufgaben entstehen.

§ 10 Beirat

Der Beirat hat die Aufgabe, den Vorstand in allen die Landesgruppe und den Berufsstand betreffenden Fragen zu beraten und zu unterstützen. Die Beiratssitzungen werden von dem 1. Vorsitzenden einberufen und geleitet. Sie sollen mindestens zweimal im Jahr gemeinsam mit dem Vorstand stattfinden. Über die Sitzungen sind Protokolle zu führen, die vom 1. Vorsitzenden und dem Protokollführer zu unterzeichnen sind. Die Protokolle müssen aufbewahrt werden.

Der Beirat setzt sich aus gewählten ordentlichen Mitgliedern, die in der Getränkeindustrie oder im Mälzereigewerbe tätig und im Bundesland Hessen beheimatet sind, zusammen. Er besteht aus je einem Vertreter der Regionen Nordhessen, Mittelhessen und Südhessen sowie dem Vertreter für Öffentlichkeitsarbeit und Ausbildung.

Mit der Wahl in den Beirat besteht die Verpflichtung zur aktiven Mitarbeit und zur Anwesenheit bei den Beirats- bzw. Vorstandssitzungen. Die Beiratsmitglieder üben ihre Tätigkeit ehrenamtlich aus. Erhöhte finanzielle Ausgaben im Zusammenhang mit ihrer Beiratstätigkeit können jedoch angemessen erstattet werden.

Der Beirat wird alle zwei Jahre in der ordentlichen Hauptversammlung mit einfacher Stimmenmehrheit der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder auf Zuruf bzw. durch Handzeichen oder mittels Wahlzettel gewählt. Wiederwahl ist möglich.

§ 11 Hauptversammlung

Alle zwei Jahre findet eine ordentliche Hauptversammlung statt. Der Vorstand ist berechtigt, zwischenzeitlich außerordentliche Hauptversammlungen einzuberufen, wenn sich hierfür eine zwingende Notwendigkeit ergibt. Der Vorstand ist verpflichtet, eine außerordentliche Hauptversammlung einzuberufen, wenn mindestens 20% der stimmberechtigten Mitglieder dies schriftlich fordern.

Die Einladung an die Mitglieder soll vier Wochen vor der Hauptversammlung erfolgen.

Jede Hauptversammlung ist beschlussfähig, ohne Rücksicht auf die Zahl der anwesenden Mitglieder. Die Beschlüsse der Hauptversammlungen erfolgen in der Regel mit einfacher Stimmenmehrheit der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder. Stimmenthaltungen zählen nicht.

Die stimmberechtigten Mitglieder haben ihr Stimmrecht in einer Hauptversammlung persönlich auszuüben und können sich hierbei nicht vertreten lassen.

Über die Hauptversammlungen sind Anwesenheitslisten und Protokolle zu führen, die vom Vorstand aufzubewahren sind. Sie sind vom Vorsitzenden, dem Protokollführer und einem anwesenden stimmberechtigten Mitglied zu unterzeichnen.

§ 12 Beschlüsse der Hauptversammlung

Beschlüsse der Hauptversammlung sind:

  • Prüfung und Genehmigung der Jahresrechnung sowie die Entlastung des Vorstandes.
  • Wahl des Vorstandes, des Beirats und von zwei Kassenprüfern.
  • Änderungen der Satzung der Landesgruppe, die nicht gesetzlicher Art sind. Hierzu ist eine Zweidrittel-Mehrheit der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder erforderlich.
  • Festsetzung der Höhe des Jahresbeitrages für die Mitgliedschaft in der Landesgruppe.
  • Behandlung von schriftlichen oder mündlichen Anträgen der Mitglieder. Bei nicht auf der Tagesordnung stehenden Anträgen ist zunächst über eine Behandlung abzustimmen.
  • Auflösung der Landesgruppe. Hierzu ist eine Zweidrittel-Mehrheit der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder nötig. Die Landesgruppe ist ohne Versammlungsbeschluss aufgelöst, sobald die Zahl der ordentlichen Mitglieder unter 15 absinkt.

§ 13 Vermögensverwaltung

  • Das Vermögen der Landesgruppe soll möglichst der eigenen Landesgruppe zugute kommen. Es wird auf den Paragraphen 6 dieser Satzung verwiesen.
  • Überschüsse sind zinstragend anzulegen. Die einschlägigen Urkunden hat der Schatzmeister aufzubewahren.
  • Der Vorstand hat sparsam zu wirtschaften. Für eine geordnete Geschäftsführung ist ihm ein ausreichender Geldbetrag zur freien Verfügung bereitzustellen.
  • Das Vermögen der Landesgruppe wird im Auflösungsfall zur Beschaffung von Lehrmaterial für die Berufsschulen, die für die Auszubildenden zum Beruf des Brauers und Mälzers in hessischen Betrieben zuständig sind, verwendet.

§ 14 Inkrafttreten

Diese Satzung ist in der Hauptversammlung am 16. März 2001 in Pfungstadt beschlossen worden.

Gleichzeitig tritt die Satzung in der Fassung vom 27. März 1987 außer Kraft.

Der Vorstand